Wofür nur, oh wofür?

Man macht sich mit dem Schnittstellenbau keine Freunde. Und Ehre winkt auch nicht. Eher schmachvolle Niederlage und der ewige Shitstorm, der an einem kleben bleibt. Die Idee ist aber auch zu verlockend: Hey, ich muss doch nur das Shopsystem an die ERP anflanschen und auf Knopfdruck fließen alle Informationen von links nach rechts und umgekehrt. So zumindest die spinnerte Idee, bar jeglicher Realität. In der Praxis tauchen dann alle Probleme auf, die man nicht bedacht hat. Z.B. dass man mit 2x Software unterschiedlicher Hersteller zu tun hat, wo auch nach Belieben mal die API-Spezifikationen geändert werden. Oder die Tatsache, dass sich eine Schnittstellenentwicklung nur dann finanziell lohnt, wenn man diese an mehrere Kunden verkauft. Dann hat aber jeder Kunde andere Sonderwünsche, die erst nach der Auslieferung klar werden. Und die Schnittstelle muss auf verschiedenen Serverumgebungen laufen. Alles in allem für mich als notorischer Realist genug Gründe von solchen Unterfangen die Finger zu lassen. Zumal auch niemand davor berechnen mag, ob sich solche Entwicklungskosten überhaupt irgendwann mal rechnen. Aber so ist es mit Software: die kann ja angeblich alles. Solange die Welt noch von diesem Wahn befeuert wird, brauche ich mir über meinen Arbeitsplatz keine Gedanken zu machen.

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